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  Monika "Erst eine Krankheit musste mich überzeugen"                                    weitere Berichte

Mit 19 Jahren habe ich angefangen während eines Schüleraustausches in Frankreich zu rauchen. Eigentlich ganz entgegengesetzt zu meiner grundsätzlichen Einstellung zum Rauchen. Denn noch einige Jahre zuvor habe ich meine Eltern "terrorisiert", sobald die sich eine Zigarette anzündeten.
Aber das war dann alles vergessen. Rauchen war "cool" und so war ich mit dabei....
Nach einigen Jahren des Rauchens habe ich meinem damaligen Freund zuliebe aufgehört. Ich hielt es letztendlich 1/2 Jahr durch; habe dann aber (leider) wieder angefangen. Anfangs nur mal hier und
da eine so geschnorrt, bis ich mir dann irgendwann eine "eigene" Schachtel gekauft habe.... Schließlich habe ich dann wieder "richtig" geraucht - ca.reine Schachtel am Tag. (Am Wochenende auch schon mal mehr !)
Im Frühjahr 2004 habe ich dann eine recht seltene Hautkrankheit bekommen. Und bei 25% der Betroffenen bricht diese aufgrund einer Krebserkrankung aus. Ich mußte dann meinen kompletten Oberkörper (Lunge, Leber, Lymphknoten etc.) untersuchen lassen. Der Abend vor der Untersuchung war schrecklich. Ich hatte Angst, dass man evtl. etwas finden könnte - schließlich rauche ich ja
schon seit einigen Jahren !!!! Dann kam die Untersuchung....... Es war alles in Ordnung. Ich hatte mir vorher gesagt, dass ich diese Krankheit zum Anlaß nehmen werde, aufzuhören, egal wie die Untersuchung ausfällt.  Als dann aber alles o.k. war, habe ich mir erstmal eine Zigarette angesteckt und gedacht: "Super. Dann kannst ja weiterrauchen". Dieses habe ich dann auch gemacht.
Vor 8 Wochen mußte ich dann zu einer Routine-Krebsvorsorge zum Frauenarzt. Man hat bei mir eine schwere Displasie (Zellveränderung) festgestellt und ich musste ziemlich schnell ins Krankenhaus um den betroffenen Teil zu entfernen und zu analysieren. Befund: Ich habe keinen Krebs !!! Aber es war
die letzte Stufe vor einem Krebs. Dieser erneute "Wink des Schicksals" hat mich letztendlich überzeugt, etwas an meinem Leben zu ändern. So habe ich am Abend vor meiner OP (ist heute 6 Wochen und 2 Tage her) meine letzte Zigarette geraucht. Die letzten 6 Wochen war ich krankgeschrieben und durfte nichts (gar nichts !!!) machen. Ich glaube, dass ist für einen (Ex-)Raucher
mit das schlimmste: Langeweile. Aber diese Zeit habe ich -überraschend- gut überstanden. Mir hat nichts gefehlt. Entzugserscheinungen habe ich nie gehabt. Ab und zu denke ich mir, dass ich gerne mal so eine "gemütliche Zigarette" abends rauchen würde... Diesen Gedanken verwerfe ich aber sofort,
wenn ich mir ein Bild vor Augen halte..... Nämlich die Aufnahme von meiner Zellveränderung.
Ich frage mich, warum ein Raucher eigentlich immer einen "Grund" braucht, um aufzuhören. Es ist wirklich sooooo einfach. Man sollte wirklich nicht warten, bis man eines Tages davon krank wird. Keine Zigarette der Welt ist es wert !!!!

Viele Grüße von der gesunden
Monika M.

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Alle Rauchfrei-Berichte sind persönliche Meinungsäusserungen, die uns von ehemaligen Rauchern zur Verfügung gestellt wurden, um durch Veröffentlichung ihrer individuellen Erfahrungen anderen Rauchern beim Aufhören zu helfen. Vielen Dank.
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