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     Nina (26) "Man muss das Rauchen als Sucht erkennen"                                   weitere Berichte

Hallo,
ich heiße Nina, bin 26 Jahre und seit 12 Monaten rauchfrei. Habe ca. 30 Stk. am Tag geraucht, das 10 Jahre lang. Und das ich einfach so aufhöre, damit hätte ich nie im Leben gerechnet.
Aufgehört habe ich wegen einem kleinen Magen-Darm Infekt. Ich habe immer groß getönt, dass das ein Grund ist nicht zu rauchen. Stimmte nicht so ganz, als ich grün aus dem Bad kam, hätte ich mir eine anstecken können, habe es nur nicht gemacht, um vor meinem Freund nicht endgültig das Gesicht zu verlieren (militanter Nichtraucher, der sich NIE eine Raucherin genommen hätte, er musste mich wirklich verdammt lieben).
Allerdings mochte ich das Rauchen nie wirklich. Ich war schlicht und einfach abhängig vom Niktoin. Drogenabhängig. Ich stank, die Wohnung stank, ich wurde ausgegrenzt  von meiner anderen Familie (ich bin denen echt dankbar dafür), der Kreislauf litt, ich war super dürr (jetzt 7 kg mehr, dafür bin ich allerdings auch dankbar).
Das mentale Aussteigen war erschreckend einfach, körperlich hatte ich (teilweise habe ich) immer noch Probleme. Direkt nach meinem Rauchstopp hatte ich Nesselsucht, dauernde Mandelentzündungen, ab und an Magen-Darmkrämpfe, Verstopfung und dicke Pickel auf der Kopfhaut und auf dem Dekollete. Eigentlich alles weg, bis auf ein wenig Ausschlag und den hässlichen Pickeln auf dem Dekollete. :o)
Trotz allem gewinnt man am körperlichen Wohlbefinden dazu. Super Atem, super Geschmack, super Kondition, rosigere Haut, keine Kreislaufprobleme und in meinem Fall hat das Zunehmen wirklich Spaß gemacht.
Ich habe es aus verschiedenen Gründen geschafft: Zum einen meine Antipathie gegen das Rauchen. Das war der Hauptgrund. Jemand der sagt, er raucht gerne, hört nicht auf. Man muss das Rauchen "abwerten", es als Schwäche anerkennen, sich der Sucht klar werden. Was mal cool war, macht einen kaputt. Man gibt Geld aus, um sich systematisch kaputtzumachen. Tolle Aussichten.
Der andere Grund war und ist mein Super-Lebensgefährte. Er hat mir nie gesagt, höre auf. Er hat mich liebevoll in die entgegengesetzte Richtung gewiesen. Er hat mir in der ersten Zeit zugehört. Mit einem Raucher hätte ich das nie im Leben geschafft.
Übrigens hab ich einen harten, stressigen Job (50 Stunden und mehr) und dreh vor roten Ampeln bis heute durch. Heute mit lauter Musik, aber ohne Glimmstengel :o)

PS: Die volle Schachtel habe ich mit mir rumgeschleppt, bis ich sie alle verteilt hatte...hat knapp 10 Monate gedauert. Ich hab nix davon gehalten, Raucherutensilien wegzupacken. Wer nicht mehr will, rührts nicht mehr an. Da muss man dann eben durch. Auch wenn's kribbelt.

Ich drücke euch allen hier die Daumen und auch mir, das ich nie wieder anfange.

Alles Liebe Nina

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