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Nichtraucherberichte - Aktion "Rauchfreie helfen Rauchern"

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Rauchfrei.de befragt ehemalige Raucher zu ihren persönlichen Erfahrungen nach dem Aufhören und was sie Rauchern, die gerne aufhören möchten, raten können. Vielen Dank für Ihre Hilfe! Wenn Sie rauchfrei sind und helfen wollen, dann teilen Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinung mit via Email

 Andrea (26) "Wie ich Nichtraucher wurde"                                                           mehr Berichte

Mit 14 rauchte ich meine erste Zigarette und mit 17 rauchte ich schon viel. Ich habe gerne geraucht! Konnte mir nicht vorstellen auszugehen, ein Glas Wein zu trinken und nicht zu rauchen. Schon alleine wenn ich daran dachte, in solchen Situationen nicht mehr rauchen zu können, verlor ich jede Motivation mit dem Rauchen aufzuhören. Mit 25 meldete sich schon mal das schlechte Gewissen. Ich meine, ich war erst 25 und ich hatte schon 8 Jahre regelmäßig geraucht.  Aber ich liebte es immer noch. Einen Kaffee – eine Zigarette, Stress – eine Zigarette, Langeweile – eine Zigarette, Pause – eine Zigarette, Zigarette – eine Pause….also wirklich: ich wollte rauchen und es nervte mich, dass es mir nicht gut tat. Oft hustete ich den ganzen Tag hindurch. Nicht stark, aber immer so ein wenig „hüsteln“ eben. Ich denke alle Raucher kennen dieses „Hüsteln“ zwischendurch. Es ist bei Nichtrauchern kaum zu finden (habe ich beobachtet). Da begann eigentlich mein erster Schritt zum Nichtraucher. Ich begann mich und alle anderen Raucher zu beobachten. Auch beäugelte ich immer mehr die Nichtraucher. Ich denke aufhören zu rauchen ist für manche ein Prozess. Ich habe mich wirklich Monatelang mit Rauchern beschäftigt. Zum Beispiel auf der Strasse bei Minus 5 Grad, bissig kaltem Wind, Weihnachtseinkäufe, 2 Säcke in der einen Hand, 1 Sack in der Anderen und irgendwo zwischen den Fingern eine Zigarette, welche sie mit Mühe zum Mund versuchen zu führen. Ich begann meinen Zigarettenkonsum zu beobachten. Die Raucher nervten mich immer mehr – ICH nervte mich immer mehr. Aber….sobald ich in einer Bar war, ein Glas Wein vor mir hatte war ich soooo froh nicht aufgehört zu haben. Aber der nächste Tag….auch hier merkte ich, dass Nichtraucher nach einem Alkohol beladenen Abend besser dran waren als ich. Mein Hals war belegt, meine Bronchien ausgetrocknet und ich hustete. Einmal mehr sagte ich mir: „Ich will wirklich aufhören!!!“ Natürlich hatte ich noch einige solche Abende und Morgen danachJ
Ich war 26 Jahre und habe es geschafft, wenigstens morgens nicht mehr zu rauchen. Bis am Mittag war ich also rauchfrei und stolz darauf.Dann entschloss ich mich eine neue Ausbildung zu absolvieren. Im Gesundheitsbereich. Ich musste oft Schulkollegen berühren (meist Nichtraucher). Also kam ein weiteres, und für mich fast eines der schlimmsten Laster des Rauchens: DER GESTANK. Es war mir wirklich peinlich denn meine Kleider rochen, meine Hände rochen und überhaupt…wie bei jedem Raucher (ja bei jedem, da nützt auch jedes Mundspray und regelmäßiges Parfümieren nix) roch man es mir an, dass ich rauchte. Ich war morgens ein „Nichtraucher“ und ab dem Mittag ein Raucher. Natürlich beobachtete ich die Nichtraucher immer mehr und wollte auch so werden. Ich wollte gut riechen. Ich wollte bewusster Essen (ich aß schnell, denn die Zigarette wartete ja schon…). Ich merkte, es war immer uncooler zu rauchen.
Ich verlängerte meine Nichtraucherzeit. Die erste Zigarette rauchte ich um 17h. Ich merkte, je weniger man raucht, desto weniger schmeckt die Zigarette. Erst als ich weniger rauchte, merkte ich wieder wie ich mich nach einer Zigarette fühlte. Ich war müde und der Puls war hoch. Schwindlig war es mir nicht.

Dann kam der Tag. Meine Schwester rief mich an um mir zu sagen, dass sie am nächsten Tag aufhören werde zu rauchen, da sie das Buch von Allen Carr heute fertig lesen würde. Ich war total überrannt, denn ich wollte ja auch aufhören. Meine Schwester hörte auf. 5 Tage später hörte ich auch auf.
Es sind nun 7 Monate her, dass ich nicht mehr rauche. Glaubt mir, ich war ein starker und überzeugter Raucher. Noch heute möchte ich zwischendurch eine rauchen. Dies gehört doch einfach zum Ex-Raucher. Man muss sich keine Illusionen machen. Es gibt nicht den Traum des Ex-Rauchers der nie mehr Lust hatte. Er hat immer Lust nur nicht mehr so intensiv und nicht mehr so lange.
Es ist ein Prozess. Man muss sich und andere Raucher während längerer Zeit beobachten: an Bahnhöfen, Bushaltestellen, Restaurants wie sie die Backen richtig einziehen so stark ziehen sie an der Zigarette, im Auto, vor dem Eingang eines Nichtrauchergebäudes usw…..es gibt Tausende von Orten wo man jede Geste der Raucher beobachten kann. Auch Nichtraucher habe ich beobachtet! Sie zeigen einem, dass der Wein auch so schmeckt
J
Ich weiß nicht, ob nur ich das fand, aber Raucher die so um die 50 sind denen hört man es nicht nur an sondern man sieht es auch. Die Haut ist gräulich und die Augen sehen müde aus. Da muss man ganz genau hinschauen und mit Nichtrauchern vergleichen. Die Hautfarbe der Nichtraucher ist anders und die Augen auch. Das war nur meine Beobachtung…
Nachdem ich aufgehört habe zu rauchen, kam in der Schule das Thema Pulmologie. Das hilft dann wirklich definitiv zu wissen was in der Lunge durch das Rauchen alles kaputt geht. Ich meine, das weiß ja jeder Raucher. Aber mal so richtige Röntgenbilder anzuschauen und die Physiologie zu kennen und wie sie zerstört wird mit jedem Zug, das ist doch ganz schön eindrücklich. Lungenkrebs ist ja das eine und nicht jeden trifft es das stimmt. Die Geschichte von dem, der einen kannte dessen Großvater 90 wurde und jeden Tag rauchte, den gibt es sicherlich irgendwo. Aber wir wissen alle, dass dies eine Ausnahme ist. Es gibt aber noch andere ganz hässliche Dinge die passieren. Chronischer Husten – chronische Bronchitis – chronisch lungenkrank – Emphysem – Raucherbein – ständiger Schleim usw….
Ich kann nicht sagen, dass alles besser wurde durch das Aufhören. Es war mir oft schwindlig, war gereizt, war müde…noch heute werde ich z. T. schneller rumpelig wenn was schief geht und ich sehne mich nach irgendetwas was ich mir anzünden und rauchen könnte in solchen Momenten. Es geht aber vorbei und der Abstand zu einer weiteren Lustattacke wird immer größer.

So, dies war meine Geschichte wie ich mit dem Rauchen aufgehört habe.

Ich rate es allen Rauchern an so schnell wie möglich mit dem Prozess des Nichtrauchens anzufangen bei mir dauerte er ein wenig mehr als 1,5 Jahren. 

Ps. Entschuldigung für mein schlechtes Deutsch…komme aus der Schweiz….

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Alle Rauchfrei-Berichte sind persönliche Meinungsäusserungen, die uns von ehemaligen Rauchern zur Verfügung gestellt wurden, um durch Veröffentlichung ihrer individuellen Erfahrungen anderen Rauchern beim Aufhören zu helfen. Vielen Dank.
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