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Nichtraucherberichte - Aktion
"Rauchfreie
helfen Rauchern" |
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Rauchfrei.de
befragt ehemalige Raucher zu ihren persönlichen Erfahrungen nach dem
Aufhören und was sie Rauchern, die gerne aufhören möchten, raten
können. Vielen
Dank für Ihre Hilfe! Wenn Sie rauchfrei sind und helfen wollen, dann teilen Sie uns Ihre Erfahrungen
und Meinung mit via
Email |
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Karen
(42)
"Ich war wirklich ein hoffnungsloser Fall, dachte ich" |
Ich hatte mit 14 angefangen und rauchte am Schluss (und zwar seit
langem) 40-50 Zigaretten am Tag.
Ich bin ein Genussmensch und konnte viele meiner Zigaretten (die
Kaffeepause, die nach dem Essen, die üblichen eben) auch recht
bewusst genießen – und somit auch schlecht auf sie verzichten,
denn das wäre ja Genussverzicht, wer will das schon? Doch ich
wollte es, ich wollte es immer stärker.
Gründe gab´s genügend, vor allem jedoch war ich ständig
gesundheitlich angeschlagen, fühlte mich immer kränklich, ohne
jede Energie. Kein Wunder eigentlich, wenn man sich täglich gut 2
Päckchen Gift reinzieht! Wann immer ich wieder mal krank war,
hatte ich große Angst und wilde Phantasien, in denen mir Krebs
diagnostiziert wurde. Das ging so weit, dass ich echt überlegte,
wer dann meinen Hund nehmen würde..
Ich wollte so sehr Nichtraucher sein, ohne dieses schlechte
Gewissen! Doch was ich auch versuchte, die Sucht war stärker.
Nach
Allen Carr´s Buch hatte ich es mit Hängen und Würgen
geschafft, doch als ich nach knapp 4 Monaten eine wirklich sehr
belastende Situation durchlebte, griff ich wieder zur Krücke
Kippe.
Danach versuchte ich vieles: Noch
mal Carr, Akupunktur, Reduzieren, Spritzen ins Ohr etc. etc. –
doch ich schaffte kaum mal 3 Stunden ohne Zigarette, ohne
durchzudrehen. Allein beim Gedanken daran, nie wieder zu rauchen,
wurde ich zum Nervenbündel.
Dann wurde bei mir Rheumatoide Arthritis diagnostiziert. Ich muss
Cortison nehmen und MTX spritzen, ein chemotherapeutisches
Mittel. Studien zeigen, dass Raucher viel höhere Dosen brauchen,
damit die Medikamente wirken. Ich schwor mir selbst, jetzt
auszusteigen, schaffte es aber wieder nicht. Zwar wusste ich, dass
das hauptsächlich Kopfsache ist, doch wo war der Schalter?
Ich
las so ziemlich alles, was zu diesem Thema auf dem Markt war, vom
fröhlichen Nichtraucher bis zum Frauen-Nichtraucherbuch. Meine
Ängste quälten mich immer mehr.
Als ich die DVD „Nichtraucher in 5 Stunden“
ansah, glaubte ich erstmals, dass ich es schaffen könnte,
scheiterte aber kläglich. Langsam gab ich mich auf.
Doch jetzt
folgte ein sehr heftiger grippaler Infekt mit echt böser
Bronchitis. Als ich mich hinlegen wollte, schmerzte die Lunge und
nun bekam ich wirklich Panik. War es jetzt soweit, bekam ich nun
die Rechnung für mein Verhalten in Form des gefürchteten
Lungenkrebs?
Ich war so fertig, dass ich die halbe Nacht im Haus
herumlief. Und
endlich war die Angst größer als die Sucht – nicht nur in der
Nacht, auch am nächsten Tag ließ ich die Finger von den
Glimmstengeln. Angstvoll verbrachte Nächte hatte ich viele, doch
nie war es mir gelungen, diese Erkenntnis in den nächsten Tag zu
retten, wenn die Sucht wieder da war. Dieses Mal schon.
All die Bücher, die ich gelesen, und die Informationen, die ich
gesammelt hatte, kamen mir jetzt zugute. Wenn der Jieper zu heftig
wurde, nahm ich
Nikotin-Lutschbonbons. Die ersten 3 Tage war es ab und zu schon
schwer, doch auch das hatte ich aus einem Buch gelernt: Nicht
darüber nachzudenken, ob ich nun „nie wieder rauchen“ werde,( oh
Gott wie beängstigend!) sondern nur auf den Moment zu achten und
zu bemerken: „Okay, das ist nicht toll, aber das halte ich aus.“
Und siehe da, die gierigen Momente gingen vorbei und kamen immer
seltener wieder. Ich hätte nicht mehr gedacht, dass ich es noch
schaffe, mich zu befreien. Alle um mich herum oder die Fälle, die
ich im Internet fand, schienen kein so schwerer Fall zu sein wie
ich, keiner rauchte so viel und so unabhängig von Gesellschaft,
Urlaub, Stress etc. immer gleich viel.
Deswegen schreibe ich hier – damit alle, die sich ebenfalls für
therapieresistent und hoffnungslos halten, erfahren: Auch Ihr
könnt es wirklich wirklich schaffen! Und – ich glaube selbst kaum,
dass ich das jetzt sage, aber es ist wahr: Es gibt ein paar
kritische Momente ja, aber eigentlich ist es gar nicht so schwer.
Und sich selbst zu besiegen ist vielleicht der größte Sieg.
Grüße
Karen
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persönliche Rauchfrei Berichte
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Alle Rauchfrei-Berichte sind
persönliche Meinungsäusserungen, die uns von ehemaligen Rauchern zur
Verfügung gestellt wurden, um durch Veröffentlichung ihrer individuellen
Erfahrungen anderen Rauchern beim Aufhören zu helfen. Vielen Dank.
Rauchfrei.de macht sich die Meinungen nicht zu eigen. Berichte können bei
Bedarf um Tippfehler bereinigt oder gekürzt worden sein. |
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