| - |
|
Nichtraucherberichte - Aktion
"Rauchfreie
helfen Rauchern" |
|
|
|
Rauchfrei.de
befragt ehemalige Raucher zu ihren persönlichen Erfahrungen nach dem
Aufhören und was sie Rauchern, die gerne aufhören möchten, raten
können. Vielen
Dank für Ihre Hilfe! Wenn Sie rauchfrei sind und helfen wollen, dann teilen Sie uns Ihre Erfahrungen
und Meinung mit via
Email |
|
|
Katrin (18)
"Mit
9 Jahren fing ich an regelmäßig zu rauchen." |
Hallo liebe Leser...
Ich habe gekämpft und gewonnen!
Ich war 6 Jahre alt, als ich an meiner ersten Zigarette gezogen
habe. Wir waren noch Kinder, als wir mit den
Zigaretten im Wald verschwanden, das Feuerzeug vom Papa
geklaut und die Zigaretten als "Mutprobe" aus dem Automaten
gelassen haben. Beim
ersten Zug haben wir gehustet und uns geschworen,
es nie wieder zu tun.
Der gute Wille hielt nicht lange an, mit 9 fingen wir an
regelmäßig im Wald zu rauchen. Es hat eine ganze Weile
gedauert, bis wir alle den Dreh raus hatten mit dem "richtigen
Rauchen". Als wir lernten richtig zu rauchen, fühlten
wir uns
wahnsinnig cool. Welcher 9-jährige kann schon richtig "auf
Lunge" rauchen?
Wir merkten gar nicht, wie schnell wir abhängig wurden. Mit 10
konnten wir das Rauchen einfach nicht mehr aufgeben,
es war zur Gewohnheit geworden und dieses Gefühl wollten
wir einfach nicht mehr missen.
So zog es sich hin über meine ganze Schulzeit.. Es war wahrlich
schwer, diese Abhängigkeit in so jungen Jahren.
In den Unterrichtspausen habe ich dieses Verlangen so
dringend gespürt, es war schwer einen Weg zu finden als
Kind auf dem Schulhof zu rauchen. Vor meinen Eltern
versteckte ich mich mit Deo und Bonbons. Dieses Spiel,
dieses Hin- und Her war nicht leicht.
Im Alter von 12 Jahren habe ich schon 20 oder mehr Zigaretten am
Tag geraucht. Ohne Zigaretten? Das konnte ich
mir in den besten Träumen nicht vorstellen.
Da ich kein Einkommen hatte, musste ich mir oft meine Zigaretten
erbetteln. Von Fremden, von Freunden - ich brauchte es - egal woher!
Über die Jahre bekam ich starke Beschwerden.
Manchmal lag ich abends im Bett und bekam gar keine Luft mehr,
hatte große Angst zu sterben. Mit 17
fing ich an in einer Frauenfußballmannschaft zu spielen, doch
auch da hatte ich als Raucher eine eher
schwache Kondition bzw. bekam ich auch
öfters mitten beim Sport einfach nicht genügend Luft.
Zum Arzt bin ich nie gegangen, ich hatte Angst,
er könne mir nur schlechte Resultate über meine Lunge
offenbaren.
Ich habe die Augen verschlossen, wollte nicht hören, ob
etwas schlimmes in meinem Körper vorgeht.
Mir hätte wohl niemand zugetraut je mit dem Rauchen aufzuhören.
So wie ich alle Leute öfters nach Zigaretten angefleht
habe. Doch am 26. Februar 2009, kurz nach meinem 18.
Geburtstag, kam der Entschluss: Ich muss aufhören!
Wie kam es dazu?
Mir wurde wochenlang immer wieder schwindelig. Ich fühlte mich
so schwach, dass ich nicht mal mehr zur Schule gehen
konnte. Der einzige Weg war hier doch ein Arztbesuch.
Der Arzt checkte meinen ganzen Körper durch, unter anderem
auch mit einem Lungentest. Ich hatte solche Angst davor, dass ich mir den Entschluss fasste
aufzuhören - noch vor Erhalt der Ergebnisse.
Die Ergebnisse fielen übrigens so lala aus. Meine Lunge ist
geschädigt (aber lässt sich regenerieren durch Nichtrauchen)
und ich habe einen ziemlich hohen Blutdruck, welcher
dieses ständige Schwindelgefühl hervorruft und übrigens auch mit
vom Rauchen hervorgerufen wurde.
Wie ich es geschafft habe aufzuhören?
Ich hatte Angst. Angst vor schlechten Ergebnissen. Auch Angst
vor Geldnöten, da ja jeder Cent für Zigaretten ausgegeben
wurde. Und außerdem wollte ich mir selbst beweisen, dass mein
Wille stark genug ist.
Ich nahm mir vor, jedes nun gesparte Geld für meinen Traum zu
sparen, den ich mir nun erfülle, wenn ich es schaffe. Ich träume
schon lange davon, einmal zu einer Wrestling-Veranstaltung zu
fahren. Da das aber über 100 Euro kostet
und ich noch Schüler bin, lässt sich
dieser Wunsch schwer realisieren.
Mit genug gutem Willen habe ich meine letzten Zigaretten
entsorgt und seit über 3 Monaten nicht mehr geraucht.
Seitdem kann ich sehr gut und frei atmen (schon nach wenigen
Tagen), habe schon eine Menge Geld gespart und habe
mir fest vorgenommen, nie wieder von etwas so abhängig zu
werden. Ich bin so stolz auf mich, dass ich durchhalte, auch
wenn natürlich noch das Verlangen da ist. Aber mein
Wille ist stärker!
Ich muss sagen, es ist wohl das schwerste, was ich je im Leben
getan habe. Die schwierigsten Situationen sind die
gewöhnlichen. Auf dem Klo, nach dem Essen, aus lauter
Langeweile... Am Anfang fiel mir das echt
verdammt schwer. Gerade wenn Freunde in meiner Nähe geraucht haben. Doch mit der
Zeit lernt man auch damit umzugehen.
Als kleiner Tipp: versucht euch immer zu belohnen. Ich habe mir
vorgenommen mir immer Kleinigkeiten zu gönnen, je
länger ich es
schaffe, und mich zu bestrafen, wenn die Sache schief geht. Zum
Glück musste ich mich noch nie bestrafen.:)
Ich hoffe das Verlangen verschwindet auch bald vollständig, aber
ich kann nur jedem ans Herz legen, es zu versuchen!
Ich hätte mir
vorher auch nie zugetraut, es zu schaffen.
Doch es ist möglich
mit einem starken Willen!
mehr Berichte
|
|
Alle Rauchfrei-Berichte sind
persönliche Meinungsäusserungen, die uns von ehemaligen Rauchern zur
Verfügung gestellt wurden, um durch Veröffentlichung ihrer individuellen
Erfahrungen anderen Rauchern beim Aufhören zu helfen. Vielen Dank.
Rauchfrei.de macht sich die Meinungen nicht zu eigen. Berichte können bei
Bedarf um Tippfehler bereinigt oder gekürzt worden sein. |
|
|
|
|
Raucher
benötigen oft Hilfe, um von der Nikotinsucht loszukommen
|
Rauchfrei
sind Sie ein Vorbild für andere Raucher und Kinder |
|
|
|
|