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Rauchfrei.de befragt ehemalige Raucher zu ihren persönlichen Erfahrungen nach dem Aufhören und was sie Rauchern, die gerne aufhören möchten, raten können. Vielen Dank für Ihre Hilfe! Wenn Sie rauchfrei sind und helfen wollen, dann teilen Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinung mit via Email
  Josef (36) "Rauchfrei durch Antiraucher-Seminar meiner Firma"                  weitere Berichte
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Hallo liebe Raucher!
Es ist so einfach. Wir hatten von der Firma aus ein Antiraucherseminar und ich muss sagen, es hat voll eingeschlagen. Bin jetzt seit 2 ½ Wochen rauchfrei und mir geht es wunderbar (das war zuvor nicht einmal denkbar, da ging ich schon nach einen halben Tag die Wände hoch ohne Zigarette). Das Seminar wurde von einem HNO Arzt abgehalten und er war echt gut. Es war keine Gehirnwäsche, zumindest habe ich es nicht mitbekommen. Es wurde mehr oder weniger nur darüber geredet und gute Tipps gegeben und es wirkte.

Vielleicht ein bisschen Theorie vorab. Die Raucherentwöhnung teilt sich in 2 Abschnitten:

  1. Phase: 3 - 4 Wochen: Entwöhnung vom Nikotin

Jeder Raucher, der sich eine anzündet, bekommt gerade nach dem Anzünden einen Nikotinkick. Das Nikotin wird an die Gehirnzellen weitergegeben und die freut sich so darüber, dass diese die Freigabe von Endorphinen (zuständig für unsere Glücksgefühle) bewirkt. Dieser Glückszustand hält ca. 30 Minuten an (daher rauchen die meisten Raucher in diesen Abständen Zigaretten). Gibt man den Gehirnzellen kein Nikotin mehr, sind sie stinksauer und streichen auch die Endorphine und uns geht es dreckig. Das Gute ist daran, dass sich nach 3 – 4 Wochen die Gehirnzellen wieder rehabilitieren und die normale Endorphinausschüttung wieder funktioniert.
Kleine Tipps
: z.B. Laufen gehen, da werden ebenso Endorphine ausgeschüttet und einem geht’s gleich besser.
In dieser Zeit kann man, wenn man möchte, auch Nikotinpflaster oder sonstige Nikotinersatzmittel verwenden um einen gewissen Nikotingrundlevel zu haben, dann ist der Nikotinentzug nicht so schlimm.

  1. Phase: bis 4 Monate: Programmierung im Kopf inaktivieren

Hier spielen die ganzen gewohnheitsbedingten Sachen eine Rolle. Die Zigarette zu Kaffee oder nach den Essen, die Zigarette im gesellschaftlichen Zusammensein (häufig im Zusammenhang mit Alkoholkonsum) oder die Belohnungszigarette. Die Automatisierung des Rituals im Unterbewusstsein. Die ganzen Bewegungen, die beim Rauchen gemacht werden, sind im Unterbewusstsein gespeichert und man braucht nicht mehr nachdenken wie man raucht, es geht automatisch. (wie beim Autofahren. Am Anfang muss man nachdenken, wann man die Kupplung tritt, irgendwann dann nicht mehr.)
Nach 4 Monaten soll man dieses Programm auch ausgeschaltet haben (aber Vorsicht es ist nicht gelöscht!!!) Man ist dann kein Nichtraucher man ist ein Nicht-mehr-Raucher und wenn man vielleicht eine Zigarette wieder probiert, kann es sein, dass das Programm wieder aktiviert ist und man ist wieder dort, wo man angefangen hat, bei 30 Zigaretten am Tag oder mehr.
Darum:
Gib der Zigarette keine Chance, sie gibt dir auch keine!

Kleine Tipps dazu:
Plane deinen Tagesablauf anders. Dadurch wird etwas in deinem Gewohnheitstrott geändert und einem fällt das Nichtrauchen nicht so auf. Streiche deine Pausen nicht, sondern tue nur tue etwas anderes, (Raucher planen ihre Pausen nach dem Rauchverhalten. „Das mach ich noch fertig und dann rauch ich eine!“ die Belohnungszigarette)  etwas was man sowieso zu wenig tut z.B. Wasser trinken.  

Zum Thema Gewicht: 
Ja, man nimmt im Normalfall zu. Durch die Stoffwechselumstellung ca. 5% des Körpergewichts. Man das kann dies Ersten durch Sport (außerdem bekommt man Gratisendorphine) verhindern oder durch weniger Essen (entspricht im Schnitt einer Semmel/Tag). Des Weiteren sollte man generell das Gewicht nicht durch das Rauchen kontrollieren. Jährlich sterben in alleine in Österreich 14.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Wenn man eine Tablette am Markt hätte, die das Gewicht halten könnte, jedoch 14.000 Menschen pro Jahr daran sterben, würden Sie die nehmen? Ich denke nicht.

Weitere Tipps:

Setze dir kleine Ziele
: z.B. Wenn es mir gerade dreckig geht, sage ich zu mir: O.k. Mir geht es jetzt dreckig, aber ich rauche jetzt keine Zigarette, aber wenn es mir morgen in der früh noch immer so dreckig geht, dann rauche ich eine. Morgen hat man meistens eine neue Motivation und man raucht sich eh keine an! (voll ausgetrickst!)
oder wenn man gefragt wird, ob man nicht mehr raucht, soll man sagen: Nein, nur heute nicht (Wenn man sagt, man raucht nie mehr wieder, ist es psychologisch nicht sehr günstig, da es dann so endgültig klingt)
keinesfalls aufgeben: sollte man wirklich einmal umfallen, trotzdem nicht aufgeben.
zusätzliche Motivation: Sparbuch mit Dauerauftrag (ein ganz ein toller Urlaub im Jahr)
Sei aktiv, suche neue Aktivitäten

Ich hoffe, mit meinen kleinen Beitrag, einigen helfen zu können sich doch vom Laster zu befreien und ich kann euch sagen, schon nach 2 Wochen geht’s einem viel, viel besser, also nach dem Motto „
Gib der Zigarette keine Chance, sie gibt dir auch keine!“  

Liebe Grüße Josef

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