Rauchen & Nichtraucher News 2008    

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Rauchen wird 2009 teurer – Dezember 2008
Der Deutschland-Chef des weltweit zweitgrößten Zigarettenherstellers British American Tobacco (BAT), Adrianus Schenk, geht davon aus, dass Rauchen im kommenden Jahr noch teurer wird, berichtete die’ Offenbach Post’. Die Preise sollen um 10 bis 20 Cent pro Packung steigen. Sollte die Politik die Mindestpackungsgröße auf 19 Stück erhöhen, kostet die Packung dann je nach Marke zwischen 3,85 und 4,70 Euro.
Der Trend zu Schwarzmarkt-Zigaretten - 24 Milliarden Stück unversteuerte Zigaretten pro Jahr - koste die Tabakindustrie immer mehr Umsatz und führe zwangläufig zu Personalabbau. Zusätzliche weitere Werbeverbote würden die Lage verschärfen.
Verantwortlich für die hohe Nachfrage nach Schmuggelware sei die Bundesregierung, da sie durch exorbitante Steuererhöhungen um 70 Prozent auf Tabakprodukte immer mehr Raucher in den Schwarzmarkt und in die Hände der organisierten Kriminalität getrieben habe.
Soweit hier auch mal eine Meinung aus er Tabakindustrie.

Statistik Rauchen


Bayern entschärft 2009 sein bisheriges Rauchverbot - Dezember 2008
Die neue CSU/FDP-Regierung plant den Nichtraucherschutz in Bayern erheblich abzubauen. In Bier- und Weinzelten, in Einraumkneipen bis zu 75qm sowie in separaten Nebenräumen von Gaststätten und Diskotheken soll künftig wieder geraucht werden dürfen. Die Räume sind als Raucherlokal zu kennzeichnen. Die Gesetzesänderung soll noch im Frühjahr 2009 beschlossen werden. Damit dürfte sich auch das bisherige Schlupfloch des bayerischen Nichtraucherschutzgesetzes, die „Raucherclubs“, erledigt haben.
Ernst-Günther Krause von der Nichtraucher-Initiative Deutschland (NID) sieht in der Kehrwende der bayerischen Regierung einen schlimmen Rückschritt in der Gesundheitspolitik. Der Gesundheitsschutz von Arbeitskräften in Lokalen werde mit Füssen getreten, nur um einer Minderheit, den Rauchern, nachzugeben.

Rauchverbot


Nikotinabhängigkeit ist eine Suchtkrankheit wie Alkoholismus - September 2008
Zu dieser Meinung sind die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung gekommen. Raucher seien demnach offiziell als Kranke einzustufen und Rauchen kein „Lifestyle-Problem“, das durch reine Willensanstrengung oder Gruppengespräche zu beheben sei. Die Krankenkassen sehen die Nikotinsucht weiterhin nicht als Krankheit (Rauchfrei.de: weil Sie sonst die Kosten einer Suchtbehandlung tragen müssten), betonen aber, daß die ärztliche Beratung bezüglich des Rauchens ohnehin bereits angeboten würde.
Die Äusserung der Ärzteverbände fiel im Rahmen einer Expertenanhörung über den Vorschlag des deutschen Drogen- und Suchtrats, stärker gegen den Konsum von Alkohol, Drogen und Tabakwaren vorzugehen.
Vertreter von Tabak- und Werbeindustrie lehnten die geforderten Verschärfungen strikt ab.
Nikotinsucht


Rauchverbot und Raucherclubs in Bayern von Gericht bestätigt - August 2008
Bayern hat bekanntlich Deutschlands strengstes Rauchverbot unter allen Bundesländern. Hier gilt ein generelles Rauchverbot für alle öffentlich zugängliche Wirtschaften. Das Bundesverfassungsgericht erklärte dies mit dem Grundgesetz als vereinbar, berichtete die „Welt“.
Gleichzeitig billigten die Richter die legale Möglichkeit, dass bayerische Gastwirte das Verbot durch Gründung von „Raucherclubs“ umgehen können. Aus dieser Praxis entstehe keine Ungleichbehandlung der Gastwirte, da jeder einen solchen Club gründen könne. Insofern seien die bayerischen Wirte nicht mit den Wirten kleiner Eckkneipen in anderen Bundesländern vergleichbar, die keine Raucherräume einrichten und damit benachteiligt worden seien.
Das Verfassungsgericht hatte in seinem Grundsatzurteil im Juli zum Rauchverbot in Berlin und Baden-Württemberg das Rauchen in den so genannten Einraumkneipen unter bestimmten Voraussetzungen wieder erlaubt.

Rauchverbote in den Bundesländern


Bundesverfassungsgericht kippt Rauchverbote - Juli 2008
In der Bundeshauptstadt und Baden-Württemberg darf in kleinen Kneipen ab sofort wieder geraucht werden, berichtet t-online.de. Die Karlsruher Richter erklärten die Gesetze zum Nichtraucherschutz in den beiden Bundes-ländern für verfassungswidrig.
Das Gericht gab damit den Beschwerden zweier Kneipenwirte sowie eines Diskothekenbetreibers statt. Da in den meisten anderen Bundesländern ähnliche Regelungen gelten, dürften sie nach Einschätzung von Experten dort ebenfalls verfassungswidrig sein.
Die Gesetze gelten vorerst weiter, aber die beiden Länder müssen bis Ende 2009 eine Neuregelung erlassen. Bis dahin sind "Trinkkneipen" mit weniger als 75 Quadratmetern und nur einem Raum vom Verbot ausgenommen, wenn Jugendliche keinen Zutritt haben. Diskotheken, in denen nur Gäste über 18 verkehren, dürfen wieder Raucherräume einrichten.
Nach Meinung der Richter wäre ein striktes Rauchverbot in allen Lokalen mit dem Grundgesetz vereinbar, denn der Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsgefahren wie z.B. Passivrauchen sei ein überragend wichtiges Gemeinschaftsgut.
Für den Gesetzgeber gäbe es mehrere Möglichkeiten. Wenn er sich nicht für einen strengen Nichtraucherschutz ohne Ausnahmen entscheide, müsse sein Konzept "folgerichtig" und "gleichheitsgerecht" ausgestaltet sein.
Wenn aber - wie in Baden-Württemberg und Berlin - größere Gaststätten abgetrennte Raucherzimmer ausweisen dürfen, dann müssen auch Ausnahmeregelungen für kleine "Eckkneipen" geschaffen werden. Für die so genannten Eckkneipen bedeutet dies, dass für sie nur die Freistellung vom Rauchverbot in Betracht kommt, weil ihre Raumsituation keine separaten Raucherzimmer erlaube.
Das Urteil gilt nur für Baden-Württemberg und Berlin. Da jedoch die meisten anderen Landesgesetze ebenfalls Ausnahmen lediglich für größere Lokale mit mehreren Räumen vorsehen, dürfte es auch bald dort zur Anwendung kommen.
Passivrauchen


Bundesverfassungsgericht prüft Rauchverbote - Juni 2008
Die Zeit berichtete, daß die Karlsruher Richter prüfen, ob strikte Rauchverbote, wie es derzeit in 14 Bundesländern gilt, verfassungsgemäß sind. Besonders die Wirte kleiner Kneipen klagen als Folge des Rauchverbots über weniger Gäste und sinkende Umsätze. Konkret wird dass Gericht den Fall dreier Gastwirte aus Tübingen und einem Diskothekenbesitzer aus Berlin verhandeln,
die fehlende Ausnahmeregelungen für kleinere Lokale monieren.
Das Urteil der Karlsruher Richter wird richtungsweisend sein für die gesamte deutsche Kneipenlandschaft.
Noch vor der Sommerpause wird eine Entscheidung erwartetet, ob Rauchverbote generell zulässig sind oder nicht.
Rauchverbot


Zigarettenautomaten sollen verboten werden - Mai 2008
Die Experten des Nationalen Drogen- und Suchtrates fordern ein schärferes Vorgehen gegen das Rauchen. Zigarettenautomaten sollen vollständig von Deutschlands Straßen verschwinden und Zigarettenschachteln sollen künftig mindestens 20 Stück enthalten müssen. Ebenso soll eine regelmäßige Anhebung der Steuersätze auf Tabakprodukte die Preise so erhöhen, daß Rauchen immer unattraktiver wird. Zudem werde ein Werbeverbot für Großplakate geprüft. Auch die Senkung der Freimengen bei der Einfuhr aus anderen EU-Staaten, in denen Zigaretten billiger sind als in Deutschland, wird als Maßnahme diskutiert.
Tabaksteuer


Bundesweites einheitliches Rauchverbot gefordert - April 2008
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat ein einheitliches bundesweites Rauchverbot in Gaststätten gefordert. Bundeseinheitliche Vorschriften zum Beispiel durch Regelungen beim Arbeitsschutz seien besser als ein politischer Flickenteppich. Gäste und Mitarbeiter dürften nicht mehr den Gefahren des Passivrauchens ausgesetzt werden. Hintergrund des Vorstoßes Lauterbachs sind Gerichtsurteile und Bestrebungen einiger Bundesländer, die erst seit wenigen Monaten geltenden Vorschriften zum Nichtraucherschutz wieder zu lockern. Besonders mit so genannten Raucherclubs wird in Bayern erfolgreich das Rauchverbot in Gaststätten umgangen.
Rauchverbote in den Bundesländern


Erhebliche Umsatzeinbußen für Kneipen wegen Rauchverbot - April 2008
Das Rauchverbot in Gaststätten bei vielen Wirten zu existenzgefährdenden Umsatzeinbrüchen. Die Kneipenbesitzer nähmen im Schnitt 20 bis 30 Prozent weniger ein, berichtete die "Bild"-Zeitung als Ergebnis einer Umfrage in allen Bundesländern. In Berlin betrage das Minus sogar bis zu 70 Prozent. Vor allem Eckkneipen und kleine Bars drohen wegen der wegbleibenden Gäste das Aus.
Nichtraucherschutz


Übergewichtige und Raucher sind billiger für das Gesundheitssystem - April 2008
Einer holländischen Studie zufolge sind Gesundheitsbewusste für das Gesundheitssystem insgesamt teurer als Raucher oder übergewichtige Menschen, berichtete „der Tagesspiegel“.
Danach belasten gesundheitsbewusste Menschen die Kassen finanziell jedes Jahr zwar am wenigsten - aufgrund ihrer längeren Lebenserwartung im Endeffekt jedoch mehr als diejenigen, die zu viel essen und rauchen.
Übergewichtige würden in Holland im Durchschnitt knapp 80 Jahre alt, Raucher etwa 77 und schlanke Nichtraucher im Schnitt 84 Jahre alt. Dabei verursachen Übergewichtige und Raucher laut der Studie, die im Auftrag des niederländischen Gesundheitsministeriums erfolgte, in ihrem Leben Gesundheitskosten von rund 220.000 beziehungsweise 250.000 Euro. Schlanke Nichtraucher kämen hingegen auf 281.000 Euro Gesundheitskosten.
Nicht berücksichtigt wurden in der Untersuchung allerdings die volkswirtschaftlichen Verluste durch krankheitsbedingte Arbeitsausfälle.
Lebenserwartung & Rauchen


Rauchverbot in Bayern: Farce oder Anarchie? - März 2008
Nach dem Rückzieher der CSU für das Oktoberfest (zufällig fallen in die Oktoberfestzeit die bayerischen Landtagswahlen), wird das Rauchen immer mehr durch die Hintertür erlaubt. Das Zauberwort heisst Raucherclub oder
Wirtshausverein. Die Wirte setzten auf Kreativität und gründen Clubs und geschlossene Gesellschaften, um ihre Gäste zu behalten. Meist reicht es, Name und Adresse auf einen Zettel zu kritzeln und schon ist man Clubmitglied und darf in der Kneipe rauchen.
Man schätzt, daß in München bereits ein Drittel der Kneipen und Gaststätten zum "Raucherclub" mutiert sind. Es darf nur rein, wer Mitglied ist. Aber wer hat ein Interesse an Kontrolle?
Das hat der bayerische Gesetzgeber wohl so nicht im Sinne gehabt, oder? Raucher-Anarchie oder Farce in Bayern?

Rauchverbote in den Bundesländern

Sachsen weicht Rauchverbot in Einraum-Gaststätten auf - März 2008
Im Bundesland Sachsen dürfen Besucher kleiner Kneipen vorerst weiter rauchen, berichtete Spiegel-online. Der Verfassungsgerichtshof setzte in Leipzig in einem Eilbeschluss das Rauchverbot in inhabergeführten Ein-Raum-Gaststätten außer Kraft. Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass durch das Rauchverbot die Kneipenbetreiber unverhältnismäßig in ihrer Berufsfreiheit verletzt würden. Das Rauchverbot hatte laut Gericht in den kleinen Kneipen zu Umsatzrückgängen von bis zu 70 Prozent geführt und somit das wirtschaftliche Fortbestehen der Gaststätten gefährdet. Voraussetzung ist, dass der Inhaber selbst hinter der Theke steht und daß im Eingangsbereich darauf hingewiesen wird, dass in der Kneipe das Rauchverbot nicht gilt.
Zuvor war bereits in anderen Teilen der Bundesrepublik der Nichtraucherschutz gelockert worden. So wurde Anfang März für dieses und das nächste Jahr das Rauchverbot für das Oktoberfest in München aufgehoben. Im Februar hatte das Landesverfassungsgericht in Koblenz das strikte Rauchverbot für Rheinland-Pfalz gelockert. Auch dort darf in kleinen Kneipen vorerst weiter geraucht werden.
Nichtraucherschutz

Widerstand gegen Rauchverbote ungebrochen - Feb 2008
Der Widerstand gegen die seit Jahresbeginn in fast allen Bundesländern bestehenden Rauchverbote weist zum Teil erstaunliche bis absurde „Blüten“ auf.
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Hamburg hat in den vergangenen zehn Tagen mehr als 20.000 Unterschriften von Wirten und Gästen gegen das Rauchverbot gesammelt. Ein
Hamburger Wirt erhebt Verfassungsbeschwerde gegen das Nichtraucherschutzgesetz. Das oberste Gericht in Rheinland-Pfalz kippt das Rauchverbot für Ein-Raum-Kneipen.
In Bayern eröffnet im März die erste Disco als „Raucherclub“. Ein Protest-Song gegen das Rauchverbot soll demnächst die Hitparaden in Deutschland stürmen. Ein Wirt in Sachsen-Anhalt plant den ersten Raucherverein Deutschlands. Ein Inhaber einer kleinen Computerfirma mit zehn Mitarbeitern in Büsum hat alle drei nichtrauchenden Angestellten fristlos gekündigt.
Ein Student, der einen Jugendlichen bat, in der S-Bahn nicht zu rauchen, wurde in München krankenhausreif geprügelt. Ein militanter Nichtraucher schäumt seine rauchende Freundin mit einem Feuerlöscher ein... usw. usw.
Rauchfrei.de: Geht’s noch? Etwas mehr Gelassenheit und weniger Aktionismus würde allen, Rauchern und Nichtrauchern, gut zu Gesicht stehen.
Rauchverbote in den Bundesländern

Länger leben durch 4 einfache Regeln - Jan 2008
Nicht rauchen, etwas Sport treiben, nur mäßig Alkohol trinken und täglich fünf Portionen Obst und Gemüse essen verlängern das Leben durchschnittlich um 14 Jahre. Das haben britische Forscher um Kay-Tee Khaw von der Universität Cambridge herausgefunden. Sie hatten seit 1993 mehr als 20.000 Probanden im Alter von mehr als 45 Jahren verfolgt, berichtete FAZ.net.
Wer keine der Regeln beachtete hatte dasselbe Sterberisiko wie 14 Jahre ältere Probanden, die alle Tipps befolgten - unabhängig von gesellschaftlicher Schicht und Körpergewicht.
Lebenserwartung & Rauchen


Türkei soll 2009 rauchfrei werden - Jan 2008
Die Türkei hat ein Rauchverbot ohne Ausnahmen beschlossen. Nicht einmal im Fernsehen sollen dann noch Raucher gezeigt werden dürfen. Es gilt eine lange Übergangszeit bis Mitte 2009. Etwa die Hälfte der türkischen Bevölkerung soll rauchen (Deutschland: 27% [2005]).
Rauchverbote


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