Rauchen & Nichtraucher News 2009    

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Nichtraucher-Volksbegehren in Bayern erfolgreich - Dezember 2009
Das Volksbegehren für ein striktes Rauchverbot in Bayerns Gastronomie ist erfolgreich verlaufen. Knapp 1,3 Millionen Bürger - 13,9 Prozent der bayerischen Wähler - haben gegen die von der Staatsregierung im August beschlossene Aufweichung des Rauchverbots votiert.
Falls der Landtag den Gesetzentwurf trotzdem weiter ablehnt, wird er in einem Volksentscheid allen Wahlberechtigten zur Abstimmung vorgelegt. Die Initiatoren des Volksbegehrens wollen erreichen, dass künftig in Kneipen, Wirtshäusern und Volksfestzelten grundsätzlich nicht mehr gequalmt werden darf.

Rauchverbote in den Bundesländern

Sportlich aktive verlieren Lust am Rauchen - Oktober 2009
Eine britische Studie von Wissenschaftlern der Universität von Exeter hat nachgewiesen, dass schon bei der Aufnahme von moderatem Training (z.B. Radfahren), Zigaretten auf Raucher weniger anziehend wirken. Sie schließen daraus, dass Sport, der erste Schritt zur Überwindung der langjährigen Nikotinabhängigkeit sein kann. Auch frühere Studien hatten gezeigt, dass selbst kurze intensive Trainingseinheiten das Verlangen nach einer Zigarette unterdrücken.
Die neue Studie hat nach Einschätzung ihrer Autoren nachgewiesen, dass Sport auch die Aufmerksamkeit von der Zigarette weglenken kann, selbst wenn sie nur als Bild präsent ist. Optische Signale, die eine positive Beziehung zum Rauchen herstellen, sind im Alltag ein häufiger Rückfallgrund. Schon kurze sportliche Aktivität kann die Anziehungskraft von Raucherbildern reduzieren.
Weitere Untersuchungen sollen nachweisen, ob längerer und intensiverer Sport den Effekt noch verstärken können.
Sport als Nichtraucher

Rauchverbote senken deutlich das Herzinfarktrisiko für Passivraucher - Oktober 2009
Zu diesem Ergebnis kam laut Spiegel-online das Institute of Medicine (IOM), das die amerikanische Regierung in wissenschaftlichen Fragen berät. Die positiven Wirkungen sind signifikant und stellen sich schnell ein, behaupten die Forscher in ihrer Überblicksstudie für die USA.
Laut IOM-Bericht ist intensives Passivrauchen besonders schädlich, bei dem es kein risikofreies Niveau gibt. Bereits weniger als eine Stunde Passivrauchen am Tag könnten einen Risikopatienten über die Klippe des Herzinfarkts stoßen.
Rauchverbote reduzierten die Zahl der Herzinfarkte hingegen deutlich. Erstaunlich sei, wie schnell sich die positive Wirkung eines Rauchverbots einstellen kann. In der Stadt Helena, Montana, sei die Zahl der Krankenhausaufenthalte wegen eines Herzinfarkts innerhalb von sechs Monaten nach Erlass eines Verbots um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen. In Nachbarregionen ohne Rauchverbot sei die Häufigkeit hingegen angestiegen. In Pueblo, Colorado, fiel die Zahl in den drei Jahren nach einem Rauchverbot an den Arbeitsplätzen um 41 Prozent.
Passivrauchen

Höhere Renten für Raucher - August 2009

Kein Witz - in Deutschland gibt es jetzt Angebote zur privaten Rentenversicherung, wo starke Raucher - und auch massiv Übergewichtige – höhere Rentenzahlungen erhalten.
In England bieten Versicherer schon seit Anfang der neunziger Jahre private Rentenpolicen mit Sondertarifen für Raucher an. Versicherungsexperten haben ausgerechnet, dass die Lebenserwartung von Rauchern kürzer ist. Sie erhalten daher höhere monatliche Rentenzahlungen. Kurz: wer früher stirbt, kostet unterm Strich weniger.

Die Rechenspiele privater Versicherer gelten natürlich auch für die gesetzliche Rentenversicherung - die vor allem dadurch belastet wird, dass die Menschen immer älter werden. Der Dortmunder Ökonom Walter Krämer hat ausgerechnet, dass auch die höheren Gesundheitskosten der Raucher in jüngeren Jahren durch ihre kürzere Lebenserwartung mehr als ausgeglichen werden.
Glaubt man den Versicherungsmathematikern, müsste es also für jede Zigarettenschachtel einen kleinen Rabatt auf den Renten- und Krankenkassenbeitrag geben.

Kosten des Rauchens


Bayern lockert das Rauchverbot - Juli 2009
Vom 1. August an darf im Freistaat wieder in der Gastronomie gequalmt werden. Wirte dürfen das Rauchen künftig in abgetrennten Nebenräumen erlauben, bisher waren keine Ausnahmen zugelassen. Die Wahl haben außerdem die Wirte von Kneipen, die kleiner sind als 75 Quadratmeter. Gestattet ist das Qualmen auch in Festzelten. Diese Regelung hatte die CSU bereits nach der verlorenen Kommunalwahl im März 2008 erlassen, allerdings bisher nicht gesetzlich festgeschrieben. Bedingung ist, dass die Zelte nicht länger als 21 Tage am Stück bewirtschaftet werden.
Das neue Gesundheitsschutzgesetz bedeutet zudem das Ende der Raucherklubs, in denen bislang das Rauchverbot umgangen wurde. Die gesetzliche Lücke wird in der neuen Fassung gestrichen.
D
ie SPD-Gesundheitsexpertin Kathrin Sonnenholzner nennt den Gesetzentwurf eine Bankrotterklärung der Gesundheitspolitik. Sie wirft der Staatsregierung vor, den Gesundheitsschutz "auf dem Altar der Koalitionsvereinbarung und falsch verstandener Liberalität" zu opfern und kündigte an das aktuelle Volksbegehren der ÖDP zum Nichtraucherschutz zu unterstützen.

Rauchverbote in den Bundesländern

ÖDP startet Volksbegehren gegen Aufweichung des Nichtraucherschutzes in Bayern - Juli 2009
Ziel der Initiative ist die Beibehaltung des bisherigen Gesetzes zum Nichtraucherschutz, zugleich solle darin aber die umstrittene Ausnahme zur Schaffung von Raucherclubs abgeschafft werden. Das Motto des Volksbegehrens lautet: "Leben und leben lassen - für echten Nichtraucherschutz".
Die CSU hatte am 1.Januar 2008 das bundesweit strengste Rauchverbot in der Gastronomie durchgesetzt. Seither durfte in allen öffentlichen Gebäuden und in Gaststätten nicht mehr geraucht werden, auch nicht in den Nebenräumen von Lokalen. Tausende Wirte in Bayern nutzen aber eine Lücke im Gesetz und erklärten ihre Gaststätte zu einem 'Raucherclub' und unterliefen so das Verbot.

Passivrauchen

Raucher zahlen bald 5 Euro am Automaten - Juni 2009
Seit Juni 2009 kostet l
aut RP Online eine Zigarettenschachtel 20 Cent mehr. Zusätzlich wird die Mindestpackungsgröße auf 19 Zigaretten angehoben.
Unabhängig von der jüngsten Preiserhöhung der Tabakindustrie legt der Bundesrat neue Mindestgrößen für Zigarettenschachteln fest. Spätestens ab Ende des Jahres muss eine Automatenschachtel dann mindestens 19 statt bisher 17 Zigaretten enthalten. Durch die neuen Mindestgrößen in Kombination mit der Tabakpreiserhöhung wird der Preis für eine Automatenschachtel auf fünf statt bisher vier Euro angehoben.
Tabaksteuer

Weltnichtrauchertag 2009 - Rauchfrei.de fordert bessere Nichtraucherpolitik - Mai 2009
Das Nichtraucher Portal Rauchfrei.de fordert anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31.Mai 2009 in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin zu einer Änderung der bisher ungenügenden Nichtraucherpolitik auf.
In 9 "Rauchfrei-Thesen" werden u.a. ein bundesweit einheitliches Rauchverbot, eine zweckorientierte Verwendung der Tabaksteuer, ein Verbot von Zigarettenautomaten in der Öffentlichkeit, ein totales Werbeverbot für Tabakprodukte, bessere Unterstützung der Raucherentwöhnung und der Nikotinsüchtigen und eine aktivere Förderung des Nichtraucherschutzes gefordert.
Rauchfrei.de - Thesen zum Weltnichtrauchertag 2009

Schockbilder auf Zigarettenverpackungen angekündigt - Mai 2009
Anlässlich des Weltnichtrauchertages 2009 hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Sabine Bätzing angekündigt, dass es demnächst auch in Deutschland Schockbilder auf Zigarettenschachteln geben wird. Das zuständige Verbraucherministerium habe der Einführung bereits zugestimmt.
Seit 2003 gibt es die entsprechenden Texthinweise auf den Verpackungen. Mit den zusätzlichen Schockbildern (z.B. Raucherlungen oder faulende Zähne) sollen vor allem Jugendliche abgeschreckt werden.
Nach dem Motto ‘Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.’ belegen Studien und Report des Deutschen Krebsforschungszentrums die positive Wirkung von bildgestützten Warnhinweisen auf Tabakprodukten
Auch die Europäische Kommission empfiehlt die Bilder zur Abschreckung zu nutzen.
Schockbilder Rauchen

proDente fordert neuen Hinweis auf Zigarettenpackungen  - Mai 2009
„Eigentlich müssten die Warnhinweise auf den Zigaretten-Verpackungen um den Hinweis ergänzt werden, dass Raucher früher ihre Zähne verlieren„, fordert Prof. Dr. Noack (Universität Köln).
Raucher sind gefährdeter als Nichtraucher an einer schweren Zahnfleischentzündung zu erkranken, erklärte Dirk Kropp, Geschäftsführer von proDente. Raucher bemerken erst viel später, dass sie an einer Entzündung des Zahnhalteapparates leiden.
Das Nervengift Nikotin dringt nach dem Einatmen in die feinen Blutgefäße des Zahnfleischs. Die Gefäße werden verengt und das Gewebe nicht mehr normal durchblutet. Erstes Zahnfleischbluten – ein wichtiges Warnsignal auf eine beginnende Parodontitis – bleibt somit aus.
Rauchen erschwert zudem die Einheilung bei der Versorgung mit Zahnersatz. Gerade bei der immer beliebter werdenden Versorgung mit Implantaten scheitert die Einheilung zumeist, weil Patienten nicht vom Glimmstengel lassen können. Das Zahnfleisch wird durch Rauchen mangelhaft mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen versorgt: Schädliche Bakterien können sich vermehrt ansiedeln und Entzündungen auslösen.
Raucherkrankheiten

Nikotinersatz spart dem Gesundheitssystem Geld April 2009
Zwei wissenschaftliche Untersuchungen unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Wasem von der Universität Duisburg-Essen haben gezeigt, dass die Nikotinersatztherapie (NET) nicht nur Leben rettet, sondern dem Gesundheitssystem und somit der Allgemeinheit auch Geld spart.
Die Krankenkassen und damit die Allgemeinheit geben jedes Jahr fast 20 Milliarden Euro aus. Aber Nur 10% der Rauch-Aussteiger sind erfolgreich. Mit der Nikotinersatztherapie gelingt es doppelt so vielen, mit dem Rauchen aufzuhören.
Raucher, die mit NET aufhören zu rauchen, gewinnen ca. 3 Lebensjahre und sparen Kosten im Restlebenszyklus von durchschnittlich 11.150 Euro.
F
inanzielle Mittel, die bei Menschen mit Vorerkrankungen (Lungen-, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes) für die NET ausgegeben werden, können durch eingesparte Folgekosten bereits nach drei Jahren ausgeglichen werden.
Nikotinersatz-Therapie

Rauchverbote in Brandenburg und Rheinland-Pfalz gelockert März 2009
Das brandenburgische Kabinett hat den Entwurf für ein verändertes Nichtraucher-Schutzgesetz verabschiedet, berichtete der rbb. Demnach darf in Kneipen, die kleiner als 75 Quadratmeter sind und keinen abgetrennten Nebenraum haben, geraucht werden. Speisen dürfen dort aber nicht serviert werden. Die Gaststätten müssen eindeutig als Raucherkneipen gekennzeichnet sein und der Zutritt ist erst ab 18 Jahren erlaubt.
Auch in rheinland-pfälzischen Kneipen wird das Rauchverbot gelockert. Die Parteien haben einen gemeinsamen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, nachdem Gastwirte, deren Kneipen weniger als 75 Quadratmeter Fläche haben, das Rauchen künftig wieder erlauben dürfen. Voraussetzung ist, dass sie keine oder nur einfach zubereitete Speisen anbieten. Das Qualmen ist außerdem generell für geschlossene Gesellschaften erlaubt. Vereine und andere Vereinigungen müssten sich aber bei ihren Veranstaltungen weiter an das Rauchverbot halten
.

Rauchverbote in den Bundesländern

Deutsche rauchten 2008 weniger (versteuerte) Zigaretten Feb 2009
Der Absatz an versteuerten Zigaretten nahm 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Milliarden Stück – Prozent minus 3,8 – ab. Bei Feinschnitt zum Selbstdrehen sank der Absatz um 2,4 Prozent und bei Zigarillos um 23,4 Prozent, meldete das Statistische Bundesamt.
Insgesamt gingen Tabakwaren im Verkaufswert von 22,5 Milliarden Euro über die Ladentische - 650 Millionen Euro oder 2,8 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Für Vater Staat bedeutete dies Mindereinnahmen in Form von Mehrwertsteuer und Tabaksteuer. Diese sank 2008 um 3,7 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro, den niedrigsten Stand seit 2001.
Gründe dafür könnten die neuen Rauchverbote und Preiserhöhungen oder aber der zunehmende Kauf von Tabakwaren im Ausland oder von Schmuggelware sein.

Tabaksteuer

Volksbegehren gegen Rauchverbot in der Bundeshauptstadt – Januar 2009
Seit Anfang 2008 darf in Restaurants und Kneipen nicht mehr geraucht werden. Die Initiative für Genuss kündigt Widerstand an und will erreichen, dass Wirte und Gäste selbst entscheiden, ob in einem Lokal Zigarettenqualm erlaubt sein soll. Sie startete deshalb ein Volksbegehren gegen das Rauchverbot, berichtete ‚Welt Online’. Nach der Veröffentlichung im Amtsblatt Anfang Januar 2009 werde die zweite Stufe des Verfahrens gestartet, teilte die Initiative mit. Dann müssen innerhalb von vier Monaten 170.000 Unterschriften zusammentragen werden.
Ein Jahr nach Einführung des Rauchverbots in der Gastronomie registrieren Ordnungsämter zunehmende Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz. Nach Angaben der Sprecherin der Senatsgesundheitsverwaltung, Regina Kneiding, soll ein neues Nichtraucherschutzgesetz „weit vor Ende 2009“ kommen. Ein absolutes Rauchverbot sei vom Tisch, man werde eine verfassungskonforme Regelung für das Rauchen in Einraumkneipen finden.

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