Steffen (30) „209 Tage rauchfrei und täglich zähl ich weiter“

Als ich 15 Jahre alt war, war Rauchen ja so cool. Es war Teil meiner Jugend. Es gab wenige die nicht rauchten und ohne es zu merken, wurde ich süchtig. Aus einer Zigarette wurden 2 ,3,4,10,20 bis hin zu 40 am Tag.

Zigaretten so wurde mir vorgelebt, sind keine Sucht !sondern ein Genussmittel. Nun gut verbieten konnten meine Eltern es nicht, weil Sie ja beide Raucher sind. So wurde es normal das ich ganz offiziell rauchen durfte.

Als ich 25 wurde stellte ich mein Rauchverhalten zum ersten mal in Frage. Nicht das meine Kondition nach lies oder ich nur noch hustend fortbewegen konnte. Es war eine Umstellung im Job, ich dachte ich verdiene weniger Geld. Und da ich an meinem bisherigen Lebensstandard nichts abgewinnen wollten. Sollte die überflüssige Sucht dran glauben.

Ein halbes Jahr ohne Hilfsmittel, mein Rückfall war in einer Situation in der ich früher immer rauchte. Beim Feierabend Bierchen nach erfolgreichen Einsatz bei der Feuerwehr. Ich dachte eine kannst du doch rauchen. Aus einer wurde ein Selbstbetrug der wieder zurück zur Sucht führte. Nachdem ich so Stolz auf meine Leistung von 190 Tagen rauchfrei war, rauchte ich schleichend das Doppelte wie früher. Ich probierte zu reduzieren, dies ging mal einen Tag.

Ich rauchte morgens nach dem aufstehen- in der Nacht wenn ich auf Toilette musste. Stangen weise kaufte ich Zigaretten. Für mich war nach kurzer Zeit das Leben wieder so wie es früher war. Ich war wieder zufrieden weil ich auf nichts mehr verzichten musste.

Wahrscheinlich war es weil der einzige Grund für mich war aufzuhören das ich dachte mir fehlt das Geld. Dies war aber nicht so. Während meiner 190 Tage als Nichtraucher lernte ich ein Mädchen kennen (Noch-nie-Raucherin). Sie störte es nie das ich wieder rauchte (genügend Kaugummis) zu mindestens für den Atem.

Als ich 27 wurde setzte ich das 2te mal an, ich will Nichtraucher werden. Diesmal mit festem Entschluss und 90min rauchfrei Video. Ich sammelte alles Rauchzeug zusammen ab in den Müll. Rückfällig wurde ich als ich in den Spreewald zur Familienfeier fuhr. Alle rauchten ich stand dabei… bis ich zur Zigarette griff … Komischerweise war diese gar nicht so schlimm im Gegenteil. Sie schmeckte mir wieder um mich rum sah ich Gesichter die nicht traurig waren das ich wieder angefangen habe. Gefreut haben Sie sich auch nicht aber generell wurde mir klarer das neben der Überzeugung die irgendwann nach lässt, ein fester Wille mindestens zu 50 Prozent mit entscheidend ist.

Kurz vor meinem 30 zigsten Geburtstag mit der Gewissheit das ich in 4 Monaten Vater werde fasste ich mir den Entschluss zur Geburt meiner Tochter im Februar nun endgültig aufzuhören. Umso näher der Termin rückte wurde nervöser sei es denn durch die Erkenntnis das ich bald Vater werde oder durch den bevorstehenden Entzug.

Am 04.10. dachte ich mir warum noch so lange warten- ich hab mir Nikotinkaugummis gekauft mir alle Rauchfrei-Apps dies gibt runter gezogen und einfach nicht mehr geraucht. Nun gut es war mal wieder verdammt schwer gegen die ganzen Gewohnheiten an zu kämpfen- Kilos habe ich natürlich auch mehr drauf bekommen- es gibt verdammt viele Situationen In denen ich ans rauchen denke – allerdings überwiegen die Momente wo ich mich von Rauch angewidert fühle.

Das Schöne am Nichtrauchen ist das man bewusster lebt. Heute weis ich das es ein hartes Stück Arbeit ist auch nur 14 Tage nicht zu rauchen- alle die diesen Bericht zur Motivation lesen. Gebt es nicht auf nehmt einen Rückfall nicht als Niederlage sondern als neuen Anfang. Ich bin jeden Tag gefährdet rückfällig zu werden.

Es liegt bei jedem selber. Die Vorteile überwiegen.

Liebe Grüße bis bald.

Steffen 30 Jahre – 15 Raucherjahre zuletzt 40 Zigaretten am Tag