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Mikrozensus Rauchen 2003, Pressemitteilung Statistisches Bundesamt
Fast drei Viertel der Bevölkerung sind Nichtraucher (28.5.2004)
Wie das Statistische Bundesamt zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai mitteilt, waren im Mai 2003 73% der Bevölkerung im Alter ab 15 Jahren Nichtraucher: 54% hatten nie geraucht, 19% waren ehemalige Raucher. Insgesamt waren 78% der Frauen Nichtraucherinnen und 67% der Männer Nichtraucher. Das zeigen die Ergebnisse der Mikrozensus-Zusatzbefragung, bei der alle vier Jahre knapp 0,5% der Bevölkerung (370 000 Personen) zu gesundheitsbezogenen Themen befragt werden, auch zu den Rauchgewohnheiten.
Der Anteil der Nichtraucher wächst mit zunehmendem Alter der Befragten. Der niedrigste Wert von 59% ist bei den 20- bis unter 25-Jährigen zu finden. Bei den 50- bis unter 55-Jährigen sind es 70%. Die Ausstiegsquote, d.h. der Anteil der ehemaligen Raucher an der Gesamtbevölkerung, ist bei Männern mit 24% größer als bei Frauen mit 13%. Das liegt daran, dass 65% der Frauen nie geraucht haben – bei Männern liegt dieser Anteil bei 43%.
Zum Rauchen bekannten sich im Mai 2003 dagegen 27% der Bevölkerung im Alter ab 15 Jahren, 1999 waren es 28% gewesen. Der Anteil der Raucher betrug 2003 bei den Männern 33%, bei den Frauen 22%. In jeder Altersgruppe rauchten Frauen weniger häufig als Männer.
Pressemitteilung Statistisches Bundesamt
Lungenkrebs ist fünfthäufigste Todesursache (7.Juni 2004)
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, starben im Jahr 2002 in Deutschland 40 715 Personen an Erkrankungen, die in Zusammenhang mit dem Konsum von Tabakprodukten gebracht werden können. Neben Lungenkrebs (39 105 Sterbefälle) werden auch Kehlkopfkrebs (1 583 Sterbefälle) und Luftröhrenkrebs (27 Sterbefälle) zu den Folgeerkrankungen des Rauchens gezählt. An den genannten Todesursachen starben dreimal mehr Männer als Frauen. Insgesamt waren im Jahr 2002 4,8% aller Sterbefälle auf eine für Raucher symptomatische Erkrankung zurückzuführen.
Allein der Lungenkrebs stellt in Deutschland die fünfthäufigste Todesursache dar; bei den Männern war er sogar – wie bereits im Jahr 2001– die dritthäufigste Todesursache. War Lungenkrebs im Jahr 2001 noch die neunthäufigste Todesursache bei Frauen, so rangiert er im Jahr 2002 auf Platz 10. Das durchschnittliche Alter der an Lungen-, Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs Gestorbenen lag 2002 bei 68,9 Jahren.
Auch unter den im Krankenhaus im Jahr 2001 auf Grund bösartiger Neubildungen der Lunge, des Kehlkopfes und der Luftröhre stationär behandelten Fällen (179 950) dominierten die Männer mit 75,2%.
Bösartige Neubildungen der zuvor genannten Art waren der vierthäufigste Grund für einen stationären Krankenhausaufenthalt von Männern, bei Frauen war nur jeder 53. Krankenhausaufenthalt darauf zurückzuführen.
Mikrozensus Rauchen 1999, Statistisches Bundesamt
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bezeichneten sich im April 1999 etwa 28 % der Bundesbürger im Alter ab 15 Jahren als Raucher. Damit hat sich der Anteil der Raucher seit April 1995 nicht verändert. Das zeigen die Ergebnisse der Mikrozensus-Zusatzbefragung, bei der alle vier Jahre rund 0,5 % der Bevölkerung zu ihren Rauchgewohnheiten befragt werden.
- Der Anteil der regelmäßigen Raucher beträgt knapp 25 %, der Anteil der Gelegenheitsraucher rund 4 %. Rein rechnerisch zählt damit jeder vierte Mitbürger über 15 Jahre (d.h. ca. 17 Mill. Mitbürger) zu den regelmäßigen Rauchern.
- Männer (35 %) rauchen häufiger als Frauen (22 %).
- Männer beginnen mit dem Rauchen früher als die Frauen. So waren die Männer im Durchschnitt 19 Jahre alt, als sie mit dem Rauchen anfingen; die Frauen hingegen 20 Jahre alt. Der Anteil der Raucher steigt mit zunehmendem Alter zunächst an und erreicht in der Altersklasse der 35- bis unter 40jährigen mit einer Raucherquote von 41 % den höchsten Wert. In den Altersklassen der über 40jährigen nimmt der Anteil der Raucher in der Bevölkerung dann stufenweise ab (zum Vergleich: Raucheranteil der 15- bis 20jährigen: 25 %, Raucheranteil der 60- bis 65jährigen: 18 %).
- Geschiedene (44 %) zählen weitaus häufiger zu den Rauchern als Verheiratete (26 %).
- Erwerbslose rauchen häufiger als Erwerbstätige. Der Anteil der Raucher betrug bei den Erwerbslosen 47 %, bei den Erwerbstätigen 36 % und bei den sogenannten Nichterwerbspersonen, zu denen viele ältere Menschen zählen, 17 %.
- Zu den Berufsgruppen mit dem höchsten Raucheranteil zählen Bus-, Taxi- und Fernfahrer sowie die Bauarbeiter (jeweils 52 %). Am wenigsten rauchen Ärzte und Apotheker sowie Lehrer (jeweils 18 %).
- 97 % der Raucher waren Zigarettenraucher, 3 % rauchten Zigarren, Zigarillos oder Pfeife.
- Von den regelmäßigen Zigarettenrauchern gaben 7 % an, durchschnittlich weniger als 5 Zigaretten am Tag zu rauchen, 74 % quantifizierten ihren Konsum mit zwischen 5 und 20 Stück und 19 % mit mehr als 20 Zigaretten täglich.
- In den nördlichen Bundesländern wird mehr geraucht als in den südlichen. Am höchsten sind die Raucheranteile in den Stadtstaaten Berlin (36 %), Bremen (34 %) und Hamburg (33 %). Danach folgen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils 32 %). Am wenigsten wird in Sachsen (25 %) sowie in Bayern und Baden-Württemberg (jeweils 26 %) geraucht.
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(R.W.Emerson)