Nikotin - der Suchtstoff

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Nikotin wird dem Körper aus dem glühenden Tabak der Zigarette mittels Inhalation zugeführt. Der Raucher verspürt die Wirkungen des Nikotin unmittelbar. Ebenso schnell lassen die Effekte bei ausbleibender Nikotinzufuhr nach. Entzugssymptome des Suchtstoffes lassen sich sofort durch die nächste Zigarette beseitigen. Das Teufelskreis der Nikotinsucht nimmt seinen Lauf.
Nikotin - Wirkung beim Rauchen
Nikotin ist an winzige Teerteilchen im Rauch gebunden und gelangt durch Inhalation in die Lunge. Von dort wird Nikotin rasch in die Blutbahn aufgenommen und erreicht in wenigen Sekunden das Gehirn.
Angriffsort von Nikotin ist das mesolimbische Belohnungssystem, wo unter anderem die Motivation zur Nahrungsaufnahme gesteuert wird. Nikotin dämpft dort das Hungergefühl. Dadurch wird auch der Zusammenhang von Rauchstopp und Gewichtszunahme verständlich.
Nikotin regt rasch die Freisetzung von Nervenbotenstoffen (Neurotransmitter) an, die teils stimulierend, teils entspannend wirken.
Neurotransmitter lösen folgende Effekte aus
Dopamin steigert Lustempfindung ("Rauchgenuß"), appetithemmend
Noradrenalin erhöht Vigilanz, appetithemmend
Acetylcholin erhöht Vigilanz, sorgt für verstärkte Wahrnehmung
Vasopressin steigert Gedächtnisleistung
Serotonin hebt die Stimmung, appetithemmend
ß-Endorphin mindert Stress, Angst und Schmerz

Pharmazeutische Zeitung, 28.2.2008

Sobald die Zigarette ausgedrückt ist, werden die durch Nikotin freigesetzten Neurotransmitter wieder abgebaut. Das "Genussempfinden" verschwindet und es setzen sehr rasch Entzugserscheinungen ein.

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Nikotin - spürbare körperliche Effekte
Nikotin steigert die Herz- und Atemfrequenz 
Nikotin verengt die Gefässe und führt zu einem Anstieg des Blutdrucks
Nikotin führt durch Abkühlung der Haut zu Durchblutungsstörungen
Nikotin lässt durch gestörten Sauerstofftransport die Atemtiefe sinken
Nikotin steigert die Magensaftproduktion und Darmtätigkeit
Nikotin vermindert den Appetit und wirkt Fett abbauend
Nikotin steigert die allgemeinen Stoffwechseltätigkeit
 So genanntes Positives Empfinden  ("Rauchgenuss")
Erhöhte Konzentrationsfähigkeit Zunahme der Stresstoleranz         Muskelentspannung
Abnahme der Aggressivität Verringerung des Hungergefühls
Verstärkung durch Kombination mit anderen Genussmitteln oder positiven Empfindungen:
  Kaffee, Alkohol, "die Zigarette danach" etc.
Die Beobachtung der sich zunächst widersprechenden entspannenden und stimulierenden Wirkung erscheint zunächst paradox. Die erzielte Wirkung hängt von der persönlichen Ausgangslage (aufgeregt, müde, gestresst etc.), der inhalierten Nikotindosis und der Rauchgeschwindigkeit ab.
I
n sehr hohen Dosen kommt es zu Vergiftungserscheinungen (Nikotinvergiftung) wie Kopfschmerzen, Übelkeit, stärkerer Speichelfluß etc.
 Weiterführende Links       
Nikotin - der Stoff und seine Chemie Nikotinersatz Entwöhnungs-Hilfen
Nikotin - Gewöhnung und Abhängigkeit Nikotinentwöhnung Nichtraucherkurs-Online
Nikotin und Entzugserscheinungen Nikotinpflaster Nikotintest

 

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